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Aufzuchtmethoden
- ein Aufzuchtbecken
- B & B 1986
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- kleine flache Schalen
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Weiterentwilcklung von BEUTELSCHIESS & BEUTELSCHIESS 1986 I
von Joachim Schoelkopf
Zur Vermeidung des Crowd-effects empfiehlt es sich unbedingt eine der unter Zuchtbedingungen
beschriebenen Methoden anzuwenden. In einem separaten Aufzuchtbecken kam es bei mir trotz
Austausch von ca ½ des Wassers mit abgestandenem Wasser alle 2 Tage zu einem grossen
Quappensterben obwohl 2l Wasser pro Larve vorhanden war. Deshalb wechselte ich auf eine
modifizierte Methode nach Beutelschiess. Generell sind all diese Zuchtmethoden ein
Kompromissversuch zwischen einer Verhinderung einer Aufkonzentration von Botenstoffen die
ab einem gewissen Schwellenwert ein Massensterben verursachen, - und einem geringen
Wasservolumen das eine genügende Konzentration an Futter-Schwebstoffen bei vernünftigem
Aufwand zulässt.
Bei der von mir zuerst angewandten modifizierten Methode nach Beutelschiess sind die
Kaulquappen in einem kleinen Becken (20l) das in einem grossen Becken (270l) sozusagen
schwimmt. Ein zusätzlich gefilterter Wasserkreislauf lässt das gesamte Wasservolumen, also
die 270 l langsam (wichtig! : ohne erkennbare Strömung) durch das kleine Becken zirkulieren.
Gefüttert wird in einem kleinen Becken evt sogar bei abgestelltem Kreislauf. Nach einigen
Stunden wird das kleine Becken wieder an den grossen Wasserkreislauf angeschlossen.
Die Vorteile des Systems:
- Die gesamte Wassermenge hat genug Volumen und Temperaturkapazität um
Schwankungen in den Wasserwerten abzufangen. Das heisst, dass es viel langsamer zu einer
Aufkonzentration kommt allein des Volumen Wassers total pro Larve wegen, Das
- Im grossen Becken sind Teilwasserwechsel problemlos möglich ohne einen
unmittelbaren Einfluss auf die Quappen im kleinen Wasserbecken Das grosse Becken erlaubt
den Einsatz von leistungsfähigen Filtern. (bei mir Mattenfilter mit 40*50cm Fläche)
- Alternativ könnte man das System so betreiben dass man keinen Wasserkreislauf
hat sondern am Ende des Tags das Wasser im kleinen Aufzuchtbecken absaugt und wegschüttet
währen Wasser gleicher Temperatur und Zusammensetzung aus dem grossen Becken zum
Wiederbefüllen verwendet wird.
- Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit Materialien einzubringen die u.a.eine
adsorbierende Wirkung haben. Aktivkohle ist der klassische Adsorbator mit dem Potential
schädliche Stoffe an sich zu binden und so unschädlich zu machen. Eichenlaub oder
Ebereschenrinde adsorbieren aufgrund ihres Gerbstoffgehalts Eiweissstoffe. Gerbstoffe
sind in Tümpeln mit Fallholz und -laub reichlich vorhanden.
Ich habe Eichenlaub im grossen Becken und das aus dem kleinen Becken per Billi-Filter abgesaugte
Wasser tropft durch ein grosses Küchensieb gefüllt mit Filtertorf und Schaumstoff. Weiter ist der
Einsatz von weichem Regenwasser empfehlenswert. Ich brauche eine Mischung mit abgestandenem
Leitungswasser. Vermutlich hilft die Ionenarmut von Regenwasser ebenfalls gegen den Crowd-effect.
Später habe ich ein noch einfacheres System ausprobiert sozusagen eine Kombination von
Beutelschiess-Methode und Mattenfilter wie beschrieben unter Zuchtmethoden.
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