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Verhalten
Pipas liegen tagsüber meist reglos am Boden,
einige Spezies zeigen etwas mehr Aktivität. Nur zum Luft schnappen schiessen
sie regelmässig an die Wasseroberfläche. In ihren natürlichen Biotopen
scheinen sich die Tiere in der Detritusschicht am Boden der Gewässer aufzuhalten,
die aus abgestorbenem Laub, Holz und natürlich Schlamm besteht. Das erklärt
teilweise auch das schwach entwickelte Sehvermögen sowie die Ausbildung
alternativer Wahrnehmungsorgane wie die sternförmigen Fingerspitzen und
natürlich auch das Seitenliniensystem. Auch der Geschmacksinn scheint
ausgeprägt zu sein. Giesst man Wasser, in dem Futter aufgetaut wurde,
ins Aquarium, werden die Pipas aufgeregt. All diese Sensoren helfen den
Tieren beim Durchwühlen der Bodenschicht Futter aufzustöbern, vornehmlich
Kaulquappen und Fischbrut die sich dort versteckt sowie allerlei Larven,
aber auch tote Fische. Das Futter wird meisten mit einem blitzschnellen
Vorstoss eingesogen. Oft wird bei sperriger Nahrung wie Regenwürmer mit
beiden Händen nachgestopft. Im Futterrausch wird gerne alles was sich
bewegt versuchsweise angegriffen, Fische, Zwergkrallenfrösche und Artgenossen,
- der Irrtum wird aber schnell bemerkt.

Der Autor an einem Biotop von Pipa sp. in Peru am Rio Manuripe nahe der
Grenze zu Brasilien.
Wabenkröten halten sich ab und zu gerne in "luftiger Höhe",
kurz unter der Wasseroberfläche, zwischen Blättern und Stängeln
der Wasserpflanzen auf - vor allem dann, wenn der Tag zu Ende geht. Dabei
strecken sie oft den Kopf aus dem Wasser und vibrieren ab und zu mit dem
Kopf/Kehlbereich obwohl kein Laut zu hören ist.
Abends zur Futterzeit kommt Leben in die Wabenkrötenkolonie. Die
Tiere paddeln zum Teil hektisch durchs Becken. Wenn es Futter gibt versucht
man es sich gegenseitig wegzuschnappen, Seilziehen um Würmer sind
keine Seltenheit vor allem wenn ein Teil des Wurmes noch aus dem Maul
schaut. Ueberhaupt, wenn's ums Fressen geht zeigen die Kröten manchmal
allerlei Kapriolen wie z. Bsp. Rückenschwimmen.
Angaben zum Paarungs- und Laichverhalten siehe Abschnitt Vermehrung und
Aufzucht.
Mehr wird nicht verraten. Selbst Wabenkröten halten, lautet auch
hier die Devise!
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