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Martin's Paludarium
von Martin Truckenbrodt (Martin
- pipidae.de)
Bilder vom 5.2.2003 vor dem im März und April 2003 durchgeführten Umbau. Weitere Bilder des Paludariums finden sich auf meiner Paludarium Seite paludarium.pipidae.de in der dortigen Baudokumentation.
Das Paludarium habe ich mir zum Umzug Ende November 2001 in
unsere neue Wohnung in meinem Elternhaus gegönnt. Es besteht aus einem Aquarium mit den Maßen
140x50x60cm (BxHxT) auf dem ein 110cm hoher Aufsatz als Landteil aufgesetzt ist. Vorher betrieb
ich ein 145Liter- und ein 120Liter-Becken in unserer alten Wohung. Diese Becken sind still gelegt und
die Fische und ein Teil der Frösche aus diesen alten Becken sind ins Paludarium umgezogen.
Es steht im Flur unserer Wohnung und soll vor allem ein Becken zum Anschauen sein. Zum Umzug konnte aus
Zeitgründen nur der Wasserteil fertiggestellt werden. Der Landaufsatz wurde im April 2002 gestaltet.
Beleuchtet wird das Becken momentan mit vier 120cm/36Watt Leuschtstoffröhren, je zwei Tageslicht
und Warmton. In absehbarer Zeit wird wohl auf Grund der recht großen Höhe des Landaufsatzes eine
Natriumdampflampe hinzukommen. Eventuell will ich auch eine oder zwei der Leuchtstoffröhren durch
spezielle Pflanzenröhren ersetzen. Je zwei Leuchtstoffröhren sind über eine Zeitschaltuhr gesteuert.
Das hintere Leuchtstoffröhrenpaar hat folgende Schaltzeiten: 7.00-14.30 und 15.30-21.00. Das vordere
Paar hat kärzere Schaltzeiten: 8.00-14.45 und 15.15-20.00. Ich lasse die Schaltuhren ganzjährig nach
der Winterzeit laufen.
Beheizt wird das Becken mit einem 200Watt-Stabregelgeizer. Der Filter ist ein
Mehrkammerfilter Marke Eigenbau.
Im März und April 2003 wurde der Landteilaufsatz umgebaut. Details dazu finden sich in der Baudokumentation.
Der Wasserteil ist nahezu ausschließlich mit afrikanischen und
kosmopolitischen Wasserpflanzen bepflanzt:
- Anubias congensis - Kongo-Speerblatt
- Anubias cf. barteri - Breitblättriges Speerblatt
- Anubias barteri var. nana - Zwergspeerblatt
- Anubias gigantea - Riesen-Speerblatt
- Anubias heterophylla - Hellgrüne großblättrige Anubias
- Bolbitis heudelotii - Kongo-Wasserfarn
- Crinum calamistratum - Krause, smalblättrige Crinum
- Limnophila sessiflora - Kleine Ambulia
- Vesicularia dubyana - Javamoos
Eine Liste mit afrikansichen Wasserpflanzen findet sich im Kapitel
Sonstiges.
Im Wasserteil wohnen ausschließlich afrikanische Frösche und Fische:
- Natürlich 15 Zwergkrallenfrösche - vermutlich tschechische Nachzuchten, teilweise Nachzuchten von mir
- 3 Silurana cf. epitropicalis Tropische Krallenfrösche - Nachzuchten von Kriton Kunz
- 12 Barbus barilioides - Blaustrichbarbe - Link
- 4,2 Phenacogrammus interruptus - Blauer Kongosalmler - Link
- 3,4 Hemigrammopetersius caudalis - Gelber Kongosalmler - Link
- 4 Synodontis nigriventis - Rückenschwimmender Kongowels - Link
- 4,2 Fundulopanchax (Apyhosemion) gardneri nigerianum - Gardners Prachtkärpfling - Link
- 1,1 Pelviachromis pulcher - Purpur-Prachtbarsch - Link
- 1 Synodontis ? - Kongowels -
- 1,1 Ctenopoma ansorgi - Orange-Buschfisch - Link
Den Fischen gefiel es auf Anhieb sehr gut im neuen Becken. Regelmäßig waren Prachtkärpflinge in
die vorderste Kammer des Mehrkammerflters gesprungen. Vereinzelt kamen dort auch Jungfische hoch.
Ich startete nach ein paar Wochen einen Versuch mit Fächergarnelen (Atya gabonnesis), welcher
leider mit dem Tod des Pärchens endete. Entweder hatten sie Probleme mit dem Wasser, was sich in
Häutungsproblemen zeigte, oder/und bekamen sie beim Füttern nicht genug ab.
Mitte 2002 unternahm ich einen Versuch mit fünf semiadulten Riedfröschen Hyperolius
multipunctatus, der leider im Tod bzw. Verschwinden der Tiere endete. Zum einem fühlten sie sich
einfach nicht wohl im Paludarium. Zum anderen habe ich Monate später noch ein erhebliches Sicherheitsloch
am Landteilaufsatz entdeckt, so dass ich vermute, dass ein oder zwei Riedfrösche im Filter ertrunken sind.
Gegen Ende 2002 setzte ich fünf Distichodus sp. in den Wasserteil. Leider stellt sich heraus, dass
diese aus Anubias stehen. So kamen sie noch ein paar Wochen leider weider zurück zum Händler.
Anfang 2003 starben leider fünf neue Kaulquappenwelse Phracturus ansorgii, weil die Wassertemperatur
zu hoch für sie war. Ich hatte einige Wochen versäumt die Wassertemperatur zu beobachten. Ich nehme an,
dass sie durch diese Übertemperatur derart geschwächt wurden, dass sie von anderen Insassen verletzt
wurden. Bei einem anschließenden Versuch stellte ich fest, dass die Wassertemperatur ohne Heizung max.
knapp 23°C erreicht.
Frösche und Fische vertragen sich ansonsten sehr gut miteinander.
Selbst die Anfang 2003 hinzugekommen Silurana bringen das Becken nicht zu sehr in Rage. Sie hängen
sehr gerne im Limnophila-Teppich herum.
Ein Problem stellen lediglich die relativ häufigen und zahlreichen Nachzuchten der Pelviachromis dar,
da diese sehr schlecht loszubekommen sind.
Die Frösche machen einen recht gut genährten Eindruck, so daß ich davon ausgehe, daß sie genug vom
Futter abbekommen. Vormittags füttere ich Flockenfutter oder Futtertabletten vor allem für die
Fische. Abends gibt es Frostfutter oder gelegentlich Drosophila für alle. Ich muss allerdings
aufpassen, dass sie den anderen Insassen nicht zu viel vor der Nase wegfressen.
Erstaunlich ist für mich immer wieder, dass gelegentlich einzelne Nachzuchten der Prachtkärpflinge in dem
Becken hochkommen.
Die Anzahl der im Wasserteil lebenden Tiere betrachte ich selbst als nahezu ausgereizt. Es sollen
lediglich noch ein paar Kaulquappenwelse oder ähnliche rein bodenlebende Fische und, falls
zukünftig vorhanden, ein paar Nachzuchten der im Becken lebenden Zwergkrallenfrösche dazu kommen.
Ich habe es etwas bereut, daß ich die Anzahl der Kongosalmler zum Bezug des Beckens noch mal auf
16 Fische erhöht habe, da das Becken mit Ihnen schon sehr gefüllt wirkt, da die Blauen doch deutlich
länger als 12cm werden.
Mittlerweile gibt es für uns neue Zukunftspläne. Wir werden dieses Jahr (2003)
ein Haus bauen. In diesem wird es dann ein neues, größeres Paludarium geben, welches dann das Zuhause der jetzigen
Paludariuminsassen werden wird, wo ich dann die Besatzdichte deutlich geringer halten will. Das jetzige Paludarium wird das Zuhause von Wabenkröten und
südamerikanischen Fischen und vielleicht auch Schwimmwühlen werden.
Bilder Historie:
Bilder vom 13.10.2002
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